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Einsatz 115 Personenrettung in Waldgebiet

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Rettung einer Frau im Waldgebiet bei Titschendorf.


Zu einem schweren Unfall kam es vorgestern auf einem ehemaligen Grenzstreifen bei Titschendorf.
Nach ersten Erkenntnissen waren eine Frau und ihr Mann zu Waldarbeiten aufgebrochen. Beide fuhren jeweils einen Traktor. Als sie an einem extrem steilen Stück eines DDR Kolonnen Weges ihre Fahrzeuge bergab bewegten, geriet ein Fahrzeug außer Kontrolle. Das Fahrzeug kollidierte am Fuße des Abhangs mit dem Traktor und der darin befindlichen Fahrzeugführerin.
Ihr Traktor wurde dabei nach rechts in eine Böschung geschleudert und krachte gegen einen Baum. Aus bisher unbekannter Ursache kam die Fahrzeugführerin dabei von ihrer Kabine unter die Räder des tonnenschweren Traktors und zog sich gleich zahlreiche lebensgefährliche Verletzungen zu. Der Traktor kam nach rund 40 Metern von alleine zum Stehen.
Der Traktor des Mannes kam am Fuße des Kolonnenweges zum Stehen.

Per Handy konnte der Mann Hilfe rufen.

Alarmierung um 15:31 Uhr für Notarzt, Rettungsdienst, Rettungshubschrauber, sowie Feuerwehren Titschendorf, Wurzbach, Neundorf und Drehleiter der Feuerwehr Bad Lobenstein.

Bei dem Einsatz gab es drei große Herausforderungen.
Zum einen war in der ersten 20 Minuten nicht ganz klar, wo sich die Einsatzstelle befindet. Durch ortsansässige Einsatzkräfte sowie das Ortungssystem der Leitstelle Gera und deren Disponenten, konnte der Unfallort schlussendlich lokalisiert werden.
Als nächstes war die Einsatzstelle auf den letzten 300 Metern nur noch zu Fuß zu erreichen. Das bedeutete: Alle Rettungsmittel mussten dort hingetragen werden. Außerdem raubte die extreme Steigung, sowie die warmen Temperaturen auch dem fittesten Retter die Luft.

Als letzte Herausforderung musste die nicht eingeklemmte Frau aus dem Wald gerettet werden.

Der Hubschrauber konnte auf einer kleinen Lichtung etwa 200 Meter oberhalb der Einsatzstelle landen.

Während die Einsatzkräfte des DRK Bad Lobenstein mit ihrem Notarzt, sowie dem Personal des Rettungshubschraubers und teilen der Feuerwehr Wurzbach um das Leben der Frau kämpften, überlegte sich die Einsatzführung aus Wurzbach, wie man die Frau aus den Wald retten könne… so wurde umgehend ein weiterer Hubschrauber mit Seilwinde, sowie mit Einsatzkräften der Höhenrettung angefordert, um auf einem 20x15 Meter kleinen Lichtung direkt neben der Verletzten ausfliegen zu können.
Parallel wurde ein zweiter Rettungsweg über Steckleiterteile aufgebaut.

Die leitende Notärztin des gelandeten Rettungshubschraubers entschied sich dann für einen Patienten Transport am Boden bis zu ihrem Hubschrauber.
So wurde die Frau in einem extremen Kraftakt von Rettungsdienst, sowie Angehöriger aller vier Feuerwehren und auch den eingetroffenen Polizisten aus dem Wald zum Rettungshubschrauber gebracht. Hierbei zeigte sich unter den großen Bemühungen und Anstrengungen der Einsatzkräfte der absolute Wille das Leben der Frau zu retten.

Nach weiteren Maßnahmen durch die Rettungsdienst Mitarbeiter konnte die Frau anschließend in eine Klinik geflogen werden.
Wie wir heute wissen grenzt es an ein Wunder, dass die Frau mit zahlreichen lebensbedrohlichen Verletzungen überlebt hat.

Wir wünschen daher der ganzen Familie und vor allem der Patientin Zuversicht, Schaffenskraft und schnellste Genesung.

Während die Rettungsarbeiten liefen wurde der unter Schock stehende Mann betreut und anschließend dem Rettungsdienst zugeführt. Ebenfalls wurde er von der Notfallseelsorge des Saale-Kreises versorgt.

Die Feuerwehr Wurzbach war mit Kommandowagen, HLF10, GW-Logistik 1 im Einsatz. Leider war es für uns schon der zweite Einsatz in diesem Jahr, wobei ein Mensch von einem Fahrzeug überrollt wurde.

Die Feuerwehr Wurzbach konnte zusammen mit der Feuerwehr Titschendorf den Einsatz nach 5 Stunden um 20:30 beenden.

Wir bedanken uns bei der Polizei Saale-Orla sowie den Feuerwehren Titschendorf, Neundorf und Bad Lobenstein, als auch bei den Mitarbeitern des DRK, Notärzten, Hubschrauber Personal und den Disponenten der Leitstelle Gera für die zielstrebige und sehr gute zusammen Arbeit bei diesem Einsatz.

 

 

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