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Gerätewagen Logistik in Dienst gestellt

GW1
GW3

Indienststellung nach Fahrzeugumbau

Schritt 1 von 2 zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und Gefahrenabwehr für den Saale-Orla-Kreis und darüber hinaus.

Fast genau 3 Jahre nach dem Katastrophenfall am „Heinrichstein“ zwischen Saaldorf und Ebersdorf, wo es sich für die Einsatzkräfte schwierig gestaltete über viele Kilometer hinweg Wasser über Schlauchleitungen bereitzustellen. Problem damals: Der dafür im Landkreis verfügbare Schlauchwagen 2000 war aktuell aufgrund einer anderen Einsatzsituation nicht einsatzbereit. Einsatzkräfte aus Bayern übernahmen damals einen Großteil der Aufgabe eine Langewegestrecke aufzubauen.


Wie konnte man diese Situation für den Landkreis verbessern und in Großschadenslagen mehr Schlauchmaterial zur Verfügung haben?
So kam die Idee den Rüstwagen der Feuerwehr Wurzbach umzubauen.
Der Wurzbacher Rüstwagen als Bundbeschaffung aus dem Jahr 1995 war den Anforderungen eines Rüstwagens für heutige Aufgaben nicht mehr gewachsen. Etwa die Hälfte der üblichen Beladung wird heutzutage nicht mehr genutzt. Außerdem wurde erst vor weniger Zeit ein moderner Rüstwagen im Landkreis untergebracht. Bei der Schleizer Stützpunktfeuerwehr liegt das Fahrzeug zentral mit zusätzlicher Nähe zur Autobahn zwischen Triptis und Hirschberg. Allerdings soll es auch nicht heißen, dass wir ein Freund von reiner Zentralisierungen sind!
Ebenfalls am Zahn der Zeit nagte der Aufbau unseres Rüstwagens, welcher stellenweise starkem Zerfall nach gab, den man nur durch großen Aufwand und trotz intensiver Pflege nicht mehr aufhalten konnte.
Anders jedoch beim Fahrgestell. Dort zeigte sich die Pflege als erfolgreich. Neben Inspektionen, Wartungen und regelmäßigem Reinigen nach Einsätzen, investiert die Feuerwehr Wurzbach kurz vor Winterbeginn jedes Jahr einen ganzen Dienstabend, an dem alle Fahrzeuge winterfest gemacht werden.
Auf der Grube werden Unterboden, Aufhängungen, Lager und dergleichen den nötigen Schutz vor Nässe, Salzen und Schnee bekommen.
Ebenfalls ausschlaggebend für dieses Fahrzeug: sein Allradantrieb und die Geländegängigkeit, sowie die vorhandene Seilwinde bei einem trotzdem kurzen Radstand.

So wurde das Fahrzeug im letzten Quartal des Jahres 2021 Außerdienst gestellt. Die rund 6 Köpfige Arbeitsgruppe aus Wurzbach fand den passenden Umbauer in Kirchhasel nahe Rudolstadt.
Die Firma Fahrzeugbau Jahn leistete alle Umbauten sehr zufriedenstellend und Komplikationslos und stellte sich als starker Partner von Feuerwehren heraus.
Vielen Dank hierfür!

Neben einer 1,5 Tonnen Ladebordwand hat dieses Fahrzeug nun Platz für 9 Rollcontainer.
Hauptsächlich wird dieses Fahrzeug als Stufe 2 Fahrzeug im Landkreis einen Platz bekommen. Zur Hauptbeladung sollen mindestens 1000 Meter Schlauchmaterial gehören, welche während der Fahrt verlegt werden können.
Auch eine Tragkraftspritze und weitere Löschgeräte sollen Teil der Beladung werden.
Aber auch alle anderen Lasten wie Sandsäcke oder Schaummittel können bei Bedarf als überörtliche Reserve zu Einsatzstellen transportiert werden.
Wir hoffen in diesen Jahr die nötige Beladung am Standort Wurzbach in Empfang nehmen zu dürfen.
Ebenfalls Ziel ist die Einzelalarmierung des Fahrzeuges. Jeweilige Einsatzleiter können somit das Fahrzeug separat und zielgerichtet Anfordern, um zum Einsatzerfolg zu gelangen.

Optische Aufwertung durch Beklebung
Beklebt wurde das Fahrzeug durch Markus Zemsch, Inhaber des Betriebs „Car Clean Service by Markus Zemsch“. Zwei Tage musste man hierfür aufbringen. Einen Großteil seiner Zeit verbrachte er ehrenamtlich im Einsatz.
Hierfür ebenfalls ein großes Dankeschön wir denken die Arbeit kann sich sehen lassen.

Initiator des Projekts war der Landkreis Saale-Orla wofür wir Danke sagen wollen.

Danke geht auch an die Firma „Freob Verpackungen" sowie „Baker & Baker“ welche das Projekt unterstützten.

Seit Freitag befindet sich das Fahrzeug als Gerätewagen Logistik 1 im Dienst bei der Stützpunktfeuerwehr Wurzbach.

Zur Unterstützung Humanitärer Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine kam das Fahrzeug schon vor Indienststellung am Dienstag zum Einsatz.

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