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Einsatz42 - Verkehrsunfall mit Personenrettung

Datum: 30.4.2020

 

Alarmzeit:  17:45 Uhr

Einsatzende: 20:20 Uhr

Dauer:   2 Stunden 35  Minuten

Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger (große Gruppe)

Art:  H2 - Verkehrsunfall mit Personenrettung

Einsatzort: Bundesstraße 90 Heinersdorf - Bad Lobenstein

Fahrzeuge:

Kommandowagen, Löschgruppenfahrzeug 16/12, Rüstwagen 1

weitere Einsatzkräfte: 

Rettungshubschrauber Jena

Rettungsdienst / Notarzt Bad Lobenstein

Polizei Saale-Orla

Einsatzbericht:

Personenrettung im strömenden Regen. Erneut schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 90.

 

 

Der schwere Verkehrsunfall am Dienstag sollte für die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden nicht der letzte Einsatz in dieser Woche gewesen sein.

Am Mittwoch ging es zu einem First Responder Einsatz nach Heberndorf und am Donnerstag erneut zu einem schweren Verkehrsunfall.

 

Donnerstag um 17:45 Uhr Einsatz Alarm für die Feuerwehr Wurzbach zusammen mit dem Rettungsdienst aus Bad Lobenstein und der Polizei Saale-Orla.

 

Auf der Bundesstraße 90, Wurzbach Richtung Heinersdorf, kam die Fahrerin eines VW Golf aus ungeklärter Ursache bei 10 % Steigung nach rechts von der Fahrbahn ab. Zerstörte hierbei einen Streugutkasten und krachte frontal gegen einen Baum. Durch den Aufprall erlitt die Fahrerin schwere Verletzungen. Ebenfalls brach die Spitze des Baumes ab und am Fahrzeug entstand Totalschaden.

 

Die Einsatzkräfte fanden im Gegensatz zu Dienstag weniger Zerstörungen vor. Nicht einmal die Airbags lösten aus. Nur die Front des Fahrzeugs war sichtbar stark beschädigt.

 

Noch in der Lageerkundung und Absprache mit dem Rettungsdienst wurde klar, dass eine Achsengerechte (Patienten schonende) Rettung stattfinden muss. Zu allen ungunsten zog gerade ein großes Regengebiet über Wurzbach, was die Arbeiten nur verschlechterte. So musste man improvisieren und spannte kurzer Hand die Bereitstellungsplane über das Unfall Fahrzeug zur Erleichterung des am Patienten arbeitenden Rettungsdienst- und Notarztpersonals.

Um die Patientin aus dem Fahrzeug zu befreien musste ersteinmal die Baumspitze entfernt und im Anschluß die rechte Tür des Fahrzeug abgenommen werden, um die Fahrerin so schonend wie möglich aus dem Fahrzeug zu befreien. Eine Vergrößerung der Absicherung der Einsatzstelle für den Nachalarmierten Rettungshunschrauber aus Jena, sowie die Sicherstellung anderer Gefahren waren wie auch am Dienstag grundlegende Einsatzmaßnamen für die Einsatzkräfte.

 

Neben kleineren Aufräumarbeiten unterstützte man den Rettungsdienst beim Patiententransport bis in den Rettungshubschrauber, welcher nahe der Einsatzstelle landen konnte. Gegen 19:45 Uhr konnte man die Einsatzstelle an die Polizei Saale-Orla übergeben.

Eine aufwändige Reinigung und Desinfektion der Fahrzeuge und Einsatzmittel war im Gerätehaus nötig. Der Einsatz war um 20:20 Uhr beendet.

 

Bei beiden Unfällen in dieser Woche bekamen die Fahrzeugführer des Trabants, sowie des Golf's die volle Last des Crashs ab. Im Trabant gab es keine Airbags und im Golf lösten sie nicht aus.

 

Die Feuerwehr Wurzbach bedankt sich bei den Einsatzkräften des Rettungsdienstes, Hubschrauberpersonal, den Notärzten und Einsatzkräften der Polizei für die gute Zusammenarbeit.

 

Dem Unfallopfer hoffen wir auf baldige Genesung.