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Wohnungsbrand nach Explosion, Eine Person noch in Wohnung.

In der Überschrift des heutigen Beitrages sind genau die Informationen enthalten, die auch unsere Einsatzkräfte wussten als sie aus ihren Einsatzfahrzeugen stiegen und sofort mit den Arbeiten begannen. Nicht viele Informationen, aber alles was man wissen muss, damit der Ablauf für jede Einsatzkraft erst einmal klar ist.

Aber die Überschrift könnte auch heißen: „Ersthelfer verhindert Brandausbreitung und verletzt sich selbst.“ Oder auch: „Meilenstein - medizinisches Versorgungszentrum im Gerätehaus einer Stützpunktfeuerwehr im Saale-Orla-Kreis.“

Um genau 14:17 Uhr wurde die Feuerwehr Wurzbach zusammen mit dem Rettungsdienst aus Bad Lobenstein (Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug) zu einem "Wohnungsbrand nach Explosion, eine Person noch in Wohnung" in den Badweg 7 nach Wurzbach gerufen. Am Einsatzort waren Glücklicherweise schon alle Bewohner des Eingangs ins Freie geflüchtet. Nur der Bewohner der Schadenswohnung befand sich noch in dieser. Er konnte zügig vom Angriffstrupp unter Atemschutz aus der Wohnung gerettet werden und wurde dem ebenfalls eintreffenden Rettungsdienst zugeführt da er sichtlich Verletzungen durch die Explosion davon trug.

Bei der weiteren Erkundung der Wohnung fand man eine angebrannte Couch, welche das Handeln des Angriffstrupp nicht groß forderte. Im Zuge des Atemschutzeinsatzes wurden mehrere Gasflaschen aus der Wohnung geschafft, sowie im Keller die Gasversorgung und der Strom abgestellt. Danach wurden alle Wohnparteien auf eventuell weitere Personen durchsucht. Alle Bewohner des 6 Parteienaufgangs in diesem Wohnblock waren somit aus dem Gebäude.

Was dann bekannt wurde war, dass ein Ersthelfer, der sich in der Nähe befand ohne Schutz in die explodierte Wohnung ging und sofort brennende Möbelstücke aus dem Fenster warf. Jedoch konnte er den Bewohner nicht aus der Wohnung holen. Wir wissen nicht, wie diese Geschichte ausgegangen wäre, wenn es diesen Ersthelfer nicht gegeben hätte. Aber sicherlich hätte ein Teil der Wohnung in voller Ausdehnung gebrannt. Daher möchten wir ein Lob an diesen Herrn aussprechen, der ohne zu zögern handelte und sich dabei noch leicht im Gesicht verletzte.


Von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde unterdessen angefangen alle Leichtverletzten, sowie unter Schock stehende Personen ( 5 Personen) mittels Rettungsdienst, Feuerwehr oder Privatfahrzeugen von Angehörigen in das Gerätehaus Wurzbach zu bringen, um sie dort zu versorgen und zu betreuen. Ein weiterer Rettungswagen traf an der Einsatzstelle ein. Ebenfalls wurde der Organisationleiter Rettungsdienst aus Schleiz und ein weiterer Rettungswagen aus Kaulsdorf in unser Gerätehaus gerufen, um eine möglichst koordinierte Patientenfürsorge zu gewährleisten. Im Gerätehaus wurde begonnen Tee, Kaffee und kleine Speisen für alle Beteiligtenfertig zu machen.


Im weiteren Einsatzverlauf wurden noch 6 Personen in das Gerätehaus nach Wurzbach gebracht. Teils waren es ältere Personen, die besondere Fürsorge und Gehhilfen benötigten.
Auch immer wieder vom Rettungsdienst gefordert waren unsere First Responder. Auch wenn sie kaum noch zu Einsätzen fahren, sah man hier wieder, wie bedeutsam diese Einsatzkräfte sind. Sie wurden vom Rettungsdienst erwünscht und ihnen Aufgaben zugewiesen.
Nun waren insgesamt 11 Personen im Gerätehaus zur Betreuung untergebracht. 1 Person wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gefahren. Bei allen 11 Patienten wurden vom Rettungsdienst, Notarzt und Organisationleiter Rettungsdienst Vitalparameter erstellt und eine Sichtung durchgeführt, sowie alles dokumentiert.

Um die Rückkehr der Bewohner zu sichern wurde die Feuerwehr Hirschberg mit ihrem Gerätewagen Messtechnik nachalarmiert. Sie hatten die Aufgabe unter Atemschutz den Eingang mit einem Messgerät auf Schadstoffe in der Luft zu untersuchen. Die Messungen ergaben keine Gesundheitsgefährdung.

Die Ermittlungen der Polizei, welche mit 4 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen vor Ort war, wurden aufgenommen. Auch sie waren noch im Gerätehaus im Zuge der Ermittlungen. Die Einsatzkräfte der Polizei betonten mehrfach, wie positiv überrascht sie sind und wie flüssig und organisiert alle Abläufe waren. So waren ein Teil der Kameraden noch an der Einsatzstelle am arbeiten, ein Teil machte Verpflegung, unsere First Responder arbeiteten in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und die Verbindung zwischen den beiden Einsatzstellen (Badweg und Gerätehaus) wurde ebenfalls noch aus unserer Funkeinsatzzentrale in Zusammenarbeit mit der Polizei disponiert und viele Informationen übertragen. Aber auch schlichte Dinge, wie Blätter drucken oder kopieren erleichterten die Abläufe ungemein.


Nach der Freimessung der Einsatzstelle durch die Feuerwehr Hirschberg wurde damit begonnen die Personen zurückzuführen. Ein Großteil konnte dies durch Angehörige und deren Privatfahrzeuge erledigen.

Um 18:00 Uhr war der Einsatz beendet.

Die Feuerwehr Wurzbach bedankt sich bei allen Helfern, sowie den Mitarbeitern der Rettungsleitstelle Saalfeld, dem Rettungsdienst, Notärztin, Organisationsleiter Rettungsdienst, der Polizei Saale-Orla und allen weiteren Einsatzkräften der Feuerwehr Wurzbach und Hirschberg für die beispielehafte Zusammenarbeit bei diesem Einsatz.

Den Bewohnern, sowie Verletzten hoffen wir das sie diesen Schock schnell vergessen und keine Narben davon tragen.

Noch bei den letzten zgen des Einsatzes  ging es für unsere Einsatzkräfte um 16:30 Uhr zur Absicherung des Fackelumzuges im Stadtgebiet Wurzbach. Unsere Jugendfeuerwehr lud zum Weihnachtsbaumverbrennen ein. Trotz des Wetters kamen zahlreiche Besucher, wofür wir uns recht herzlich bedanken wollen. Wir hoffen Sie hatten einen schönen Abend.

Die Veranstaltung war um 20:00 Uhr beendet und unsere Einsatzfahrzeuge einsatzbereit im Gerätehaus. Nach dem Aufräumen waren unsere letzten ehrenamtlichen Einsatzkräfte nach 21:00 Uhr wieder zu Hause.

 

 

Für die Einsatzkräfte war dies wieder eine anstrengende Woche die sie Ehrenamtlich abhielten. So waren sie schon am Donnerstagnacht um 03:36 Uhr - 05:00 Uhr zur beseitigung eines umgestürzten Baumes auf der Bundesstraße 90 zwischen der Neumühle und dem Lichtentanner Bahnhof im Einsatz.

 

Am Freitagabend erfolgte die erste Ausbildung Digitalfunk durch einen Mitarbeiter des Brand und Katastrophenschutzes des Landratsamtes Saale-Orla.

Der Samstag beinhaltet wie schon erwähnt einen Wohnungsbrand sowie das Weihnachtsbaumverbrennen.

 

Und am heutigen Sonntag gab es wieder einen Einsatz bei dem ein großer abgebrrochener Ast in einer Stromleitung hing und von uns beseitigt wurde. Dieser Einsatz fand zwischen 13:40 Uhr - 16:15 Uhr in Rodacherbrunn statt.

umgestürzter Baum - B90
umgestürzter Baum -B90
großer Ast in Stromleitung - Rodacherbrunn
umgestürzter Baum - B90
großer Ast in Stromleitung - Rodacherbrunn